by Marc Konik
 
Morgen

Fluxus A "Fluxus bedeutet fließen bzw. zusammenfließen."

EINE AKTION VON
MARC KONIK
UND DEM
VKK

Zur Grundidee: Was ist "FLUXUS A"?

"FLUXUS A" ist eine öffentliche Kunstaktion, die sich das Ziel setzt,
festgefahrene Strukturen, sei es im Denken oder im Gelernten, in einen neuen Kontext zu setzen. Diese Strukturen können durch Gegenstände,
Personen oder Räume symbolisiert werden. Konfrontiert man diese festen Strukturen mit einem neuen ,ungewohnten Raum oder Gegenstand, so ist eine neue Sichtweise möglich. Diese neuen Sichtweisen können anregend für neue Ideen und Veräderungen in verschieden Bereichen sein. Dabei sind teilweise abstrahierende, sterilisierende und grenzüberschreitende Mittel erforderlich, um einen hohen Grad an Wirkung und Stimulans zu erreichen.

Die Aktion
Meine Grundintension ist den klassischen Unterrichtsraum einem öffentlichen Raum gegenüberstellen, also den Raum aufzulösen und etwas, was normalerweise nicht öffentlich ist, öffentlich zu machen. Dazu ist es wichtig einen Raum zu wählen, der in unserer Vorstellung eine absolute Öffentlichkeit und Lebendigkeit repräsentiert, damit ein hoher Grad an Gegensätzlichkeit erzeugt werden kann. Das sollte ein Platz mitten in der Großstadt sein.
Ein weiterer Punkt ist, dass durch diese Aktion, Erfahrungen gesammelt werden, die vom Akteur bis zum Betrachter auf unterschiedliche Weise interpretiert werden sollen. Damit soll ein Ergebnis erzielt werden, das sich selbst während der Aktion entwickelt. Im Vorfeld werden so Spannungen erzeugt, die gewollt sind.

Der Aufbau
Auf einer etwa zehn mal fünfzehn Meter großen Grundfläche, die
mit weißen Materialien ausgelegt ist ( Papier, Pappe) werden vier bis sechs
Schultische und Stühle postiert, die wiederum selbst mit weißem Material umspannt oder mit weißer Farbe bestrichen wurden.
Jeweils an den Längsseiten der quadratischen Grundfläche werden am Punkt der Seitenhalbierenden TV Monitoren mit Videorecordern postiert.
Sechs Personen sind Hauptakteure, die sich auf der Fläche nach einer bestimmten Vorgabe bewegen.

Der Verlauf
Als erstes werden die TV Monitore und Videorecorder über Fernbedienungen synchron eingeschaltet.
Anschließend erscheinen auf dem Bildschirm Aufzeichnungen von einzelnen Lehrern, die jeweils aus ihren Unterrichtsgebieten 45 Minuten lang einen Vortrag halten .In kurzen Intervallen werden Tonbandaufnahmen
von K.S.Narula.
Währenddessen erscheinen in kurzen Abschnitten sechs Personen,
die sich auf die sechs Stühle setzen. Diese Personen werden sich gemäß
Instruktionen, die im Vorfeld besprochen wurden, nach einem Muster bewegen .Diese Bewegungen sollen einem stockenden oder Zeilupeartigen
Eindruck vermitteln.
Dann werden die Monitore kontinuierlich lauter bis zu einer abrupten Unterbrechung, die selbst als Höhepunkt gilt.
Als letzten Punkt steht das Ergebnis, das noch nicht von mir beschrieben werden kann, damit die "FLUXUS A" Aktion nicht im Vorfeld einer irreführenden oder vorwegnehmenden Sinndiskusion unterliegt. Bei dieser Kunstform der Aktion oder Happenings ist die spontane Entwicklung während des Geschehens Teil des Gesamtkunstwerkes.


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